Rehragout mit Schlehen

Würzige Appetitmacher für herbstliche Genuss-Momente

Die Ernte eines herbstlichen Waldspaziergangs macht besonders viel Freude, wenn sie geschmackvoll zubereitet und serviert wird. Mit diesem herzhaften Ragout kann man sich im Winter so richtig aufwärmen. Gewürzt ist es mit herbem Schlehenpüree.

Rehragout mit Schlehen

(c) Alexander Walter / Kosmos Verlag

Zutaten für 4 Portionen

1 kg Rehfleisch, 3 cm groß gewürfelt 1 Bund Suppengemüse
100 g reife Schlehen 2 EL Öl
1 Bio-Orange 2 EL Tomatenmark
1 große Zwiebel 300 ml kräftige Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer aus der Mühle Zestenreiser und ein großer Schmortopf

Zeitbedarf: 40 Minuten + 1 Stunde 30 Minuten garen

Zubereitung

1. Das Rehfleisch (Schulter, Hals, Brust; möglichst ⅔ Fleischanteil, Rest Knochen; ca. 3 cm groß gewürfelt)

kurz unter kaltem Wasser abbrausen, in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Schlehen waschen, mehrmals einschneiden und mit 200 ml Wasser in einen Topf geben. Aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze in 15 Minuten weich kochen.

2. Die Orange heiß waschen, mit Küchenpapier trocknen, etwa 2 EL Schale mit dem Zestenreißer abraspeln. Die Orange auspressen. Die Zwiebel schälen, das Suppengemüse waschen, putzen und – wenn nötig – schälen. Zwiebel und das Suppengemüse sehr klein würfeln.

3. In einem Schmortopf das Öl erhitzen. Die Fleischstücke mit Küchenpapier trocken tupfen und in dem Öl bei mittlerer Hitze in 10–15 Minuten anbräunen, dabei öfter wenden. Gemüse- und Zwiebelwürfel zu dem Ragout geben und goldgelb rosten. Das Tomatenmark einrühren und kurz anschmoren, Brühe dazugießen und unter Rühren aufkochen lassen.

4. Ein Sieb über den Topf hangen, die Schlehen mitsamt dem Sud einfüllen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel zu dem Ragout streichen. Das Ragout mit der abgeriebenen Orangenschale, Orangensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, zugedeckt bei schwacher Hitze 1 Stunde 30 Minuten schmoren. Bei Bedarf etwas Wasser

nachgießen. Vor dem Anrichten nochmals abschmecken.

Tipp: Schlehen sollten vor der Ernte schon ein paar Frostnächte hinter sich haben, sonst schmecken sie sehr sauer. Andernfalls legen Sie die Früchte über Nacht ins Gefrierfach, das mildert die Säure.

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