Stress lass nach!

Die Alexander-Technik

Stress ist ein allgegenwärtiges Problem und kann sowohl körperliche als auch mentale Auswirkungen haben. Die Symptome reichen von erhöhter Herzfrequenz, Schlaflosigkeit oder Reizbarkeit bis hin zu Verspannungen und Angstzuständen.

Mit Hilfe der Alexander-Technik können alternative Reaktionsweisen auf Stress, Druck und Belastungen erlernt werden© Evelyn Lynam


Die um 1900 entwickelte F.M. Alexander-Technik ist eine ganzheitliche Methode zur Harmonisierung und Dynamisierung unserer Bewegungs- und Handlungsabläufe. Sie lehrt, belastende Haltungsmuster rechtzeitig zu erkennen und zu stoppen, damit neue, wohltuendere entstehen können. Die hohe und langfristige Wirksamkeit der Alexander-Technik für Prävention als auch in der Schmerzlinderung ist durch wissenschaftliche Studien gestützt.

Achtsamkeit auf ungünstige Gewohnheiten richten
Steigendes Leistungspensum, Belastungen des Alltags  und eine Kommunikationsflut, kaum zu bewältigen ist: dies führt sehr oft zu physischen und psychischen Problemen. So kann übermäßiger Druck zu Schlafstörungen, Herzerkrankungen, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme führen. Emotional kann Stress Reizbarkeit, Ängste und sogar Depressionen auslösen, mentale Auswirkungen können verminderte Konzentrationsfähigkeit oder Zögerlichkeit sein. Schon vor über 100 Jahren war Frederick Matthias Alexander, der Begründer der Alexander-Technik, überzeugt davon, dass unsere Gewohnheiten einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit haben.

Gewohnheiten verändern als Schlüssel zur Stressbewältigung.
Bereits 2016 empfehlen die Autoren der Studie „Veränderungen von Gewohnheiten bei Menschen sind mit einer Reduktion von Stress-, Angst- und Depressionsniveau verbunden “ als Ergebnis der Untersuchungen, positive Gewohnheiten zur Stressreduktion zu etablieren. Durch die Alexander-Technik können solche effektiven Reaktionsweisen entwickelt und so Stress vermindert werden. Die Methode lehrt, mit sich achtsamer im Alltag umzugehen und ein verfeinertes Bewusstsein gegenüber körperlichen, mentalen und auch emotionalen Aspekten aufzubauen. Denn alle drei Bereiche des menschlichen Erlebens müssen für einen guten Umgang mit Stress miteinbezogen werden.

Innehalten statt Augen zu und durch.
„Menschen entscheiden nicht über ihre Zukunft, sie entscheiden über ihre Gewohnheiten und ihre Gewohnheiten entscheiden über ihre Zukunft“, schrieb F.M. Alexander. Demnach ist ein wesentliches Prinzip der Alexander-Technik, die eigenen Reaktionen auf innere und äußere Reize zu erkennen und das Innehalten als automatische Reaktion zu etablieren. So können die als Gewohnheiten gespeicherten ungünstigen Reaktionsmuster unterbrochen werden und dadurch ein neuer Handlungsspielraum auch in Stresssituationen entstehen.

Zusammenspiel von Haltung, Bewegung und Atmung.
Als wertvolles Rüstzeug gilt bei der Alexander-Technik eine optimal funktionierende, allgemeine Koordination, da diese sich auf alle Bereiche des menschlichen Organismus auswirkt. Gelingt das natürliche Zusammenspiel von Kopf, Hals und Rumpf reibungslos, können die drei wesentlichen Aufgaben unseres Körpers - Haltung, Bewegung und Atmung – bestmöglich integriert werden. Durch die manuelle und verbale Interaktion während einer Alexander-Technik Einheit erfahren die Lernenden, wie diese Koordination optimaler organisiert werden kann und wie man sich neu ausrichten kann. Die erlernten Prinzipien lassen sich nahtlos in den Alltag integrieren und helfen dabei, auf Stress mit neuen Handlungsstrategien zu antworten.

www.alexander-technik.at