Intelligent Abnehmen

Antworten auf alle wichtigen Fragen


Nur knappe 12 % der Befragten sind mit ihrem Gewicht zufrieden – jeder 2. hat an seiner Figur etwas auszusetzen. Eine Tatsache, die Dr. Ursula Hanusch-Enserer, Fachärztin für Innere Medizin, Adipositas-Spezialistin, nur unterstreichen kann, wird sie doch in ihrer Praxis mit vielen Fragen zu diesem Thema konfrontiert.

RANK UND SCHLANK UM JEDEN PREIS?

Rank und schlank um jeden Preis© sxc

Fakt ist: eine gesunde, fettreduzierte Ernährung stärkt unsere Vitalität. Dies bedeutet jedoch nicht absoluten Verzicht. Es geht vielmehr darum, den Fettanteil im Körper zu reduzieren. Ist dieser zu hoch, so  spricht man von Übergewicht.

Dr. Ursula Hanusch-Enserer meint dazu: „Reines Kalorienzählen zermürbt unsere tägliche Nahrungsaufnahme. Viel besser ist es, mehr Sport in den Alltag einfließen zu lassen. Dann lässt sich auch die eine oder andere „Essenssünde“ z.B. bei Geschäftsessen oder Familienfesten wieder ausgleichen“.

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Gewicht & Abnehmen:

1) Stimmt es, dass andere Faktoren an meinem Übergewicht schuld sein können?

Natürlich kann Dicksein viele Gründe haben. Übergewicht entsteht, wenn wir unserem Körper mehr Energie zuführen als er verbraucht, also die Energiebilanz positiv ausfällt. Neben Erbanlagen spielt auch ein auf Sparflamme laufender Stoffwechsel nach

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häufigen Diäten und/ oder Bewegungsmangel sowie ein gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl eine große Rolle. Viele klagen auch, dass sie neben der beruflichen Herausforderung immer weniger Zeit für Sport finden. Erkrankungen, wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder bestimmte Medikamente können aber auch zur Gewichtszunahme beitragen. In der Praxis zeigt sich, dass in nur wenigen Fällen wirklich eine Erkrankung allein schuld am Übergewicht ist.
Checken Sie Ihre persönlichen Lebensgewohnheiten oder lassen Sie sich durch einen Spezialisten überprüfen und eliminieren Sie falsche Ernährungsabläufe wie z.B. häufiges Naschen und Knabbern zwischendurch.

2) Können Medikamente beim raschen Abnehmen helfen?

Natürlich gibt es eine medikamentöse Lösung, da es mit dem Gewichtsverlust ab einem Body-Mass-Index von 27 und darüber nicht so einfach ist, problemlos abzunehmen. In Absprache

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mit Ihrem Arzt, der Ihre aktuelle Ess- und Lebenssituation berücksichtigt, gibt es drei Medikamente, nämlich REDUCTIL, XENICAL oder ACOMPLIA, die bei der Reduktion des Gewichtes und bei der Steigerung des Wohlbefindens helfen können! Aber bedenken Sie: ohne bewusste Ernährungsumstellung und regelmäßigen Sport werden Sie keine dauerhafte Gewichtsabnahme erreichen, auch wenn Sie sich auf die Medikamente verlassen!

3) Ich habe ein paar Kilos zu viel - wie fühle ich mich in meiner Haut wieder wohl?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist - neben der Bereitschaft für Veränderungen - auch sich selbst zu akzeptieren. Viele Übergewichtige denken sie sind willenlos, weil sie immer wieder nach Diäten zugenommen haben und sind daher mit sich selbst unzufrieden.

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Stecken Sie sich Ziele, um sich für die hart erkämpfte Gewichtsabnahme zu belohnen, etwa nach 3 Kilo mit einem neuen T-Shirt, Friseurbesuch oder ein Theaterbesuch  mit Freundinnen.
Seien Sie bewußt „gut zu sich“. Das steigert das Selbstbewusstsein und auf diese Weise geht der Gewichtsverlust Hand in Hand mit dem Wohlbefinden!

4) Kann ich meine Körperformen wie starke Oberschenkel durch Ernährungsumstellung und mehr Sport wirklich verändern?

Viele Schwachstellen lassen sich durch richtige Ernährung und gezielte (am besten

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sportmedizinisch gesteuerte) Bewegung positiv verändern. Aber dazu braucht es auch Geduld. Der individuelle Körperbau ist von Natur aus vorgegeben. Die sogenannten „Reiterhosen“ lassen sich manchesmal wenig beeinflussen und hier kann, wenn es für den Betroffenen sehr störend ist, nur eine Fettabsaugung ein optisch gutes Ergebnis erzielen. (www.schlenz.at)

5) Ich esse nicht viel – nehme aber trotzdem nicht ab? Wieso geht das bei Stars und Modells und bei mir nicht?

Wenn wir das Falsche essen, ist es unserem Körper egal, ob es wenig oder viel ist. Er reagiert nur – und das oft negativ. Bei einer ausgewogenen Ernährung d.h. fettnormalisierte, kohlenhydratliberalisierte und ballaststoffreiche Kost  wird man merken, dass

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sich der Körper positiv verändert. Nichts essen über eine bestimmte Zeitspanne bedeutet auf keinen Fall, dass Sie im Nu rank und schlank werden. Und vergessen Sie ganz schnell die „ich esse nur ein Salatblatt pro Tag-Theorie“.
Außerdem setzen Hollywood-Stars auf persönliches „Coaching“. Das heißt sie erhalten neben einen Ernährungsplan auch oft ein effektives Sportprogramm. Und sie haben ein Ziel: weitere Aufträge und Rollen. Daher stecken auch Sie sich kleine und größere Ziele, die sich mit jedem verlorenen Kilo leichter erfüllen lassen!

6) Würden nicht auch chirurgische Eingriffe helfen, Gewicht und Fett zu verlieren?

Ab einem BMI von 40 kg/m² sollte auch ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung des

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krankhaften Übergewichtes, wie z.B. das Magenband oder der Magenbypass, erwogen werden. Der Erfolg solcher Eingriffe wurde in Studien belegt, es zeigen neben einer drastischen Verringerung von Begleiterkrankungen auch eine signifikante Reduktion des Sterblichkeits-Risikos.

Patienten müssen sich aber auch an die vorgegebenen Ernährungsspielregeln halten und regelmäßige ärztliche Nachkontrollen durchführen lassen.

7) Kann ich überhaupt meine Figur verändern, wenn alle in meiner Familie mit Übergewicht kämpfen?

„Familienerbstücke“ , die sogenannten Erbanlagen, spielen eine wichtige Rolle. Aber: das heißt noch lange nicht, dass Sie nichts daran ändern können. Rücken Sie auf jeden Fall den Ernährungsgewohnheiten, die Sie seit Jahr und Tag pflegen, zu Leibe – da lässt sich sicher noch einiges verbessern.

8) Warum können Männer mehr essen und weniger Sport machen, ohne dabei aus dem „Leim“ zu gehen?

Frauen haben einen deutlich höheren Körperfettanteil als Männer. Und das meiste Fett, das wir rein genetisch auch brauchen, um eine mögliche Schwangerschaft und die

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Versorgung des Babys danach zu meistern, sitzt in der Körpermitte. Männer hingegen haben nicht nur einen geringeren Körperfettanteil, sie besitzen auch mehr Muskulatur, der Ort des Kalorienabbaus und können daher auch mehr essen als Frauen. (Männer mit 50 Jahren etwa 2200 Kilokalorien, Frauen aber nur 1770 pro Tag). Daher ist es ratsam, etwas weniger zu essen als ein Mann und regelmäßigen Sport zu betreiben.

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