Fußpflege bei Diabetes

Verminderte Schweiß- und Talgproduktion belasten die Haut

Rund 570.000 Menschen in Österreich leiden an Diabetes – Tendenz steigend. Häufig gehen mit der Stoffwechselerkrankung auch Hautprobleme einher, die ein Resultat aus der verminderten Schweiß- und Talgproduktion sind.

Fußpflege bei Diabetes© (c) Fotalia_Kurhan

Die Haut kann dadurch weniger Fett und Feuchtigkeit abspeichern, weshalb die natürliche Barrierefunktion deutlich gemindert wird. Jucken, Hautrötungen, Spannungsgefühle und trockene bis sehr trockene Haut sind die Folge. Füße und Beine sind davon besonders oft betroffen.

Da Diabetes außerdem Durchblutungs- und Empfindungsstörungen erhöht, reicht manchmal schon ein kleiner Vorfall, beispielsweise das Anstoßen der Zehenspitzen, um Hautschäden, Ekzeme oder Verhornungen zu verursachen.

Eine sorgfältige Pflege der Füße sollte bei Diabetikern deshalb selbstverständlich sein. Besonders gut geeignet für trockene und raue Füsse sind Fußpflegeprodukte mit dem Wirkstoff Urea, da dieser nachhaltig Feuchtigkeit spendet und zusätzlich auch Druckstellen sowie Verhornungen mindert und Hautzustand verbessert.

Achten Sie auf Verletzungen und kontrollieren Sie Ihre Füße täglich, dabei auch nicht auf die Zehenzwischenräume vergessen. Reinigen Sie Ihre Füße täglich meiner einer milden, rückfettenden Waschlotion oder mit einer Babyseife, damit die Haut nicht zu sehr ausgetrocknet wird. Verzichten Sie auf Bürsten oder Massage-Handschuh und greifen Sie lieber zu einem weichen Waschlappen, damit die Füsse nicht verletzt werden.

Tipp: Fußbäder sollten nur fünf Minuten dauern, sonst weicht die Haut auf und Keime können leichter eindringen. Da bei langjährigem Diabetes das Temperaturempfinden oft gestört ist, sollte man nachprüfen, daß das Wasser nicht wärmer als 35° Celsius ist.