Kalte Methoden der Haarverlängerung

Dauerhafte Befestigung ohne Hitze

Auch ganz ohne Hitze lassen sich Haare für bis zu drei Monate am Eigenhaar befestigen. Hier vier Methoden, die das möglich machen:

Innovation: Befestigung mit Luftdruck

Als Innovationsführer in Sachen Haarverlängerung hat die Firma Great Lengths eine neue Einarbeitungsmethode entwickelt, „Airpressure Superbond“. Die Haarsträhnen sind auf Keratin-Plättchen befestigt, die mittels Luftdruck mit dem Eigenhaar verbunden werden und sehr flache, kaum fühlbare Verbindungsstellen schaffen.

Etwa 150 Strähnen pro Stunde!

Für die schnellere Einarbeitung werden die Strähnen als Set verarbeitet. Dabei wird von oben und unten eine Folie auf das abgeteilte Eigenhaar gelegt, so dass gleich zehn Strähnen auf einmal befestigt werden können. Ausgebildete Friseure können so etwa 150 Einzelsträhnen in nur einer Stunde anbringen. Nach etwa drei Monaten sollten die Strähnen entfernt und neu gesetzt werden. Für das Ablösen verwenden Friseure ein spezielles Gel, das die Haarstruktur nicht angreift.

Wie ein Sticker: Tape-Extensions

Tape-Extensions lassen sich wie Sticker am Eigenhaar befestigen. Dafür wird eine feine Strähne des Eigenhaars abgeteilt und von oben und unten jeweils eine Strähne mit Klebestreifen aufgeklebt, so dass das Haar dazwischen liegt, wie der Belag auf einem Sandwich. Nach ein bis zwei Monaten können die Verbindungsstellen sichtbar werden, darum sollten die Tapes mit dem Lösungsmittel entfernt werden. Manche Produkte lassen sich wieder verwenden.

Tipp: Quikkies von Hairdreams

Besonders leichte Tape-Extensions gibt es von der Firma Hairdreams. Die flexiblen und belastbaren Klebestreifen passen sich optimal an die Kopfform an und können bei entsprechender

Pflege

mehrfach verwendet werden.

An Zöpfe genäht: Die Webe-Methode

Die Webe-Methode wird besonders in Afrika und Amerika angewendet. Dabei wird ein am Kopf eng anliegender Zopf geflochten, an dem Haartressen (auf eine Borte genähte Haare) festgenäht werden. Der Vorteil dieser Methode ist das voluminöse Ergebnis, der Nachteil ist dass häufig mit sehr viel Spannung gearbeitet wird, sodass die Kopfhaut schmerzt. Nach etwa zwei bis drei Monaten sollten die Nähte vorsichtig aufgetrennt werden. Bei entsprechender

Pflege

können die Tressen erneut verwendet werden.

Festgeklemmt: Die Hülsen-Technik

Für die Hülsen-Technik werden Metall- oder Kunststoffhülsen entweder bereits mit dem zu befestigenden Haar oder ohne über das Eigenhaar gestülpt. Im zweiten Fall kommen die Haare hinein, wenn die Hülse bereits mit mindestens einem Zentimeter Abstand zur Kopfhaut auf dem Haar liegt. Mit einer Zange wird die Hülse flachgedrückt, so dass das Haar eingeklemmt wird. Bei sachgemäßer Anwendung hält diese Verlängerung sehr lange, sollte aber zum Schutz des Eigenhaares nach drei bis vier Monaten erneuert werden. Für das Entfernen wird die Zange an der breiten Seite der Hülse angesetzt und diese aufgebogen.


BEAUTESSE-TIPP
: Befindet sich im Inneren der Hülse eine Silikonschicht, wird das Eigenhaar geschützt. Die österreichische Firma Blond&Braun entwickelte mit ‚Easy Hair‘ ein patentiertes Verfahren, bei dem die Hülsen doppelt gefaltet werden. So sind die Verbindungsstellen besonders klein. Dank der Kunststoffbeschichtung im Inneren der Hülsen ist das Verfahren besonders haarschonend und lange haltbar.

Achtung: Wenn Sie Metall-Ösen am Haar haben, sollten Sie auf keinen Fall eine chemische Behandlung wie

Haarfarbe

,

Blondierung

oder

Dauerwelle

machen. Metalle reagieren sehr heftig mit H2O2, durch die entstehende Hitze könnte Ihr Eigenhaar verbrennen.

Extensions mit Hitze ans Haar „geschweißt“

Weitere Methoden, um Haare dauerhaft mit dem Eigenhaar zu verbinden, gibt es bei den warmen Methoden. Lesen Sie hier weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Die richtige Pflege von Extensions

Um länger etwas von Ihren Extensions zu haben, müssen Sie sie entsprechend pflegen. Lesen Sie hier weiter, um zu erfahren, was Sie dabei beachten sollten.

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